Reisebericht Island - Eine Tour durch das Hochland

Teil 2: Landmannaleid, Haifoss, Sprengisandur

4. Tag: Landmannalaugar - Landmannaleid - Hjalparfoss - Gjain – Haifoss (150 km)

Screenshot Youtube Video über Fahrt Landmannaleid

Video "Iceland 4x4 Tour | Landmannalaugar - Haifoss (F225, Road 26, Road 332)"

Am nächsten Morgen ging die Fahrt über die F225 Landmannaleid Richtung Westen. Diesmal bin ich den kleinen Umweg über Landmannahellir gefahren und habe einen kurzen Abstecher zum Valagja Krater unternommen. Eindrücke von der Fahrt und der Landschaft gibt es im Video.

Sonniger Tag, blauer Himmel, Blick auf Krater Valagja

Blick in den Valagja Krater

Auf der F225 sind mehrere Furten, aber sie ist bedeutend angenehmer zu fahren als die F208 die von Norden Richtung Landmannalaugar führt. Wer also einen nicht zu kleinen Geländewagen hat, sollte die F225 wählen. Weiter ging es über die 26 und 32 zum Hjalparfoss. Ein ganz schöner Wasserfall, nicht sehr groß, das besondere ist, der Fluss wird durch Felsen geteilt und so stürzt das Wasser in zwei Fällen herab.

Sonne scheint, blauer Himmel, Blick auf den Hjalparfoss

Hjalparfoss

Der nächste Stopp war Gjain, ein kleines, sehr schönes Tal in dem es mehrere kleine Wasserfälle gibt, leider war ich etwas zu spät, Teile der Wasserfälle lagen schon im Schatten, hätte ich das gewusst, wäre ich vorher nicht zum Hjalparfoss gefahren!

kleiner Wasserfall im Gjain Tal, blauer Himmel, der Wasserfall ist umgeben von Pflanzen

Gjain, ein wunderschönes kleines Tal

Ein Fluss im Gain Tal, üppige Vegetation

Das Tal Gjain bietet viele Motive

Das letzte Ziel für diesen Tag war der Haifoss, genau wie Gjain ist dieser nur über eine Schotterpiste zu erreichen. Theoretisch kann man sie mit einem 2x4 Fahrzeug befahrbar, weil an einigen Stellen aber doch etwas mehr Bodenfreiheit gefragt ist, kann ich dies jedoch nicht empfehlen. Oben am Haifoss war es extrem windig, man konnte das Stativ nicht einmal kurz loslassen und ein Sicherheitsabstand zur Kante war sehr ratsam. Der Anblick der sich einem bietet ist aber die Fahrt auf jeden Fall wert, einfach phantastisch. Die Sonne war aber auch hier schon zu niedrig und die Wasserfälle lagen im Schatten. Ich habe dann auf den Sonnenuntergang gewartet, in der Hoffnung noch ein schönes Bild hinzubekommen.

Blick auf den Haifoss, Abendhimmel, beeindruckende Felswände und warme Farben

Haifoss Wasserfall

Als es dunkel wurde ging es auf den Campingplatz „Sandartunga (Þjórsárdalur Camping Ground)“, etwa 25 km vom Haifoss entfernt. Der Platz ist eigentlich ganz schön, mit vielen Bäumen und Hecken, allerdings sind die sanitären Einrichtungen (Toilette und Waschbecken, Duschen gibt es nicht) sehr primitiv und sollten dringend mal modernisiert werden.

5. Tag: Þjófafoss - Sigöldugljufur - Sigoldufoss

Heute wollte ich eigentlich über die F26 Sprengisandur nach Norden fahren. Aber ein Blick in den Wetterbericht und es war klar, ich musste mir ein alternatives Programm überlegen. Ich entschied zunächst zwei Ziele in der Nähe anzufahren, den Sigoldufoss und den Sigoldugljufur. Zum Sigoldufoss geht es über die F26 und ein kleines Stück über die F208. Bis zum Wasserfall ist die Straße geteert. Der Sigoldufoss bot einige gute Fotomöglichkeiten, und obwohl es die ganze Zeit leicht regnete habe ich hier einige Zeit verbracht.

Wassefall Sigoldufoss, sieht mehr aus wie ein großes Loch im Boden

Sigoldufoss

Langzeitbelichtung vom Sigoldufoss,türkisfarbenes Wasser, grauer Himmel

Sigoldufoss

Nach einem kurzen Stück Fahrt über die F208 und einem 1 km langen Fußweg erreichte ich dann den Sigoldugljufur, einen Canyon mit mehreren Wasserfällen, das Wetter hatte sich etwas gebessert, es regnet jetzt kaum noch, bei richtig gutem Licht ist dieser kleine Canyon sicherlich ein phantastischer Anblick.

Blick in den kleinen Canyon Sigoldugljufur mit zahlreichen Wasserfällen und einem Fluß

Sigoldugljufur

Für den nächsten Vormittag war die Wettervorhersage sehr gut, und ich entschied mich nochmal einen Stopp am Haifoss einzuplanen, ich blieb also in der Nähe und fuhr über die F208 und 26 etwas zurück und besuchte noch den Thjofafoss. Es regnete wieder, einen schönen Abendhimmel bekam ich für meine Bilder leider nicht.

Wasserfall Thofafoss, blaue Stunde, etwas trübes Wetter

Thofafoss

Der nächste Campingplatz war am 10 km entferntem Hekla Center, dort verbrachte ich die Nacht. Die sanitäre Ausstattung war hier deutlich besser als auf dem Campingplatz der letzten Nacht.

Mietwagen Hummer auf dem Campingplatz, Vorbereitungen für das Abendessen

Campingplatz am Hekla Center, Zeit fürs Abendessen

6. Tag: Haifoss - Sprengisandur (F29) - Reykjahlid

Heute war das Wetter sehr gut, Sonne und blauer Himmel. Ich entscheid mich nochmals zum Haifoss zu fahren um ein paar weitere Aufnahmen zu machen.

Links Kopf eines Islandpferds, das Pferd blickt über die Landschaft, Morgensonne

Unterwegs noch schnell ein Bild von Islandpferden

Diesmal wehte es zwar auch, aber bei weitem nicht so stark wie zwei Tage zuvor. Oben angekommen musste ich feststellen, dass der Wasserfall noch komplett im Schatten lag, die Sonne stand noch viel zu niedrig. Während ich auf dem Parkplatz wartete wurde ein PKW abgeschleppt, hatte wohl die Fahrt hier hoch nicht überstanden. Ich entschloss mich für eine Wanderung an den Fuß des Wasserfalls um eine andere Perspektive für meine Fotos zu bekommen. Als ich unten war, erreichte auch die Sonne den Boden der Schlucht und ich wurde von einem tollen Regenbogen empfangen – die Wanderung hatte sich gelohnt!

Haifoss, Foto unten aufgenommen im Canyon, ein Regenbogen ist am Wasserfall zu sehen, blauer Himmel

Haifoss, diesen beindruckenden Blick hat man, wenn man den Trail ganz nach unten läuft

Jetzt musste ich mich aber etwas beeilen, immerhin wollte ich noch die ganze Sprengisandur bis in den Norden fahren. Also auf dem Rückweg noch ein paar Bilder von oben gemacht und dann ging die Fahrt über die F29 Sprengisandur los.

Haifoss von oben aufgenommen, ein Regenbogen ist zu sehen, sonniger Tag

Der Blick von oben auf den Haifoss

Die Sprengisandur (F29) ist die längste Hochlandpiste (ca. 200km) Islands und einige Flüsse warten darauf gefurtet zu werden. Mit dem Hummer H2 war dies aber überhaupt kein Problem, alle Flüsse konnte ich problemlos durchfahren und die Piste selber war in einem recht guten Zustand, da gibt es bestimmt weitaus abenteuerlichere und schwierigere Strecken in Island.

Screenshot Youtube Video über die Fahrt über die Sprengisandur

Video "Iceland 4x4 Tour | Sprengisandur F26 (Sprengisandsleið)"

Schotterpiste durch das Hochland, karge, steinige Landschaft

Sprengisandur - eine karge Landschaft

Es ist ein besonders Erlebnis stundenlang über Schotterpisten durch das im Prinzip recht eintönige Hochland zu fahren, die Weite und Einsamkeit prägen diese Fahrt. Viele Fahrzeuge sind mir nicht begegnet, vielleicht insgesamt 10 und tatsächlich ein paar Radfahrer. Das Video (demnächst verfügbar) zeigt einige Abschnitte der Tour, hauptsächlich die Furten und vermittelt hoffentlich einen ergänzenden Eindruck von der Gegend.

Karge Landschaft des Hochlands, Wolken bilden Schatten auf dem steinigem hellbrauen Boden, im Hintergrund schneebedeckte Berge

Das Spiel von Licht und Schatten lässt die karge Landschaft zu etwas besonderem werden

Schotterpiste durch das Hochland, steinige Landschaft, blauer Himmel

Sprengisandur, eine oft sehr einsame Strasse

Schotterpiste durch das Hochland, dunkler Himmel, etwas Sonne auf den Bergen im Hintergrund

Die Schneebedeckten Berge bieten einen schönen Kontrast zum Rest der Landschaft

Es wird dunkel, mein Mietwagen auf der Schotterpiste, dunkler, stark bewölkter Himmel

Langsam geht der Tag zu Ende, die Sprengisandur ist fast geschafft

Als es dunkel wurde, habe ich den Aldeyjarfoss erreicht - leider zu spät um noch Bilder zu machen, eine Stunde früher und ich hätte vielleicht einen schönen Abendhimmel gehabt. So bin ich weiter gefahren bis nach Reykjahlid, unterwegs habe ich noch schnell etwas gegessen und die Nacht dann auf den Campingplatz Myvatn verbracht.

<- Hier geht es zum Teil 1 der Reise "Flughafen bis nach Landmannalaugar"

Hier geht es zum Teil 3 der Reise "Askja, Aldeyjarfoss, Hveravellir" ->

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