Reisebericht Island - 19 Tage unterwegs mit 4x4 Camper und Wohnmobil, Teil 1

1. Tourabschnitt mit dem 4x4 Camper

1. Tag: Ankunft

Gegen Mitternacht bin ich am Flughafen in Keflavik angekommen und habe mich bei strömenden Regen mit dem Flybus zum Hotel Viking in Hafnarfjödur aufgemacht. die Fahrt dauerte etwa 40 Minuten. Der Flybus hielt direkt am Hotel und nach einiger Zeit kam auch jemand an die Rezeption und ich konnte mein Zimmer für die kurze Nacht beziehen. Mit dem  Hotel Viking war ich zufrieden, das Frühstück am nächsten Morgen war schmackhaft und reichhaltig.

Hotel Viking in Hafnarfjödur

2. Tag: (230 km) Kaldidalsvegur - Hraunfossar

Morgens hat mich die Mietwagenfirma GoCampers am Hotel abgeholt und zu ihrer Station gebracht. Nach der kurzen aber informativen Übergabe des 4x4 Campers (Mitsubishi Pajero) könnte die Islandreise beginnen. An diesem Tag ging es über Pingevellir und die F550 (Kaldidalsvegur) zu den Hraunfossar. Pingvellir selber habe ich mir nicht angeschaut, dafür reichte die Zeit nicht, muss ich in einer meiner nächsten Reisen nachholen.

Mein Mietwagen, ein Mitsubishi Pajero, ideal für Fahrten durch das Hochland Islands

F550 (Kaldidalsvegur)

Die Hraunfossar sind eine Vielzahl von Wasserfällen die über eine große Breite über die Felsen fließen. Ein toller Anblick!

Die Hraunfossar sind eine Vielzahl von Wasserfällen die über eine große Breite über die Felsen fließen. Ein toller Anblick!

Ein einfacher, keiner Campingplatz am Saeberg Hostel, mit einem kleinen warmen Pool mit Blick auf den Fjord.

Ein einfacher, keiner Campingplatz am Saeberg Hostel, mit einem kleinen warmen Pool mit Blick auf den Fjord.

3. Tag (380 km) Dalvik

Aufgrund des sehr schlechten Wetters im Süden, bin ich nach Dalvik zu einer Whale Watching Tour mit Arctic Sea Tours aufgebrochen. Wir konnten einen Buckelwal sehen, er tauchte mehrfach auf und zeigte uns seine Schwanzflosse. Auf der Rückfahrt wurde geangelt und am Hafen wurde der Fisch sofort gegrillt und gegessen. Frischer geht es wohl nicht! Auch wenn so eine Tour nicht ganz billig ist, sie ist auf jeden Fall sehr empfehlenswert und interessant!

Die gefangenen Fische werden noch an Bord vorbereitet

Frischer geht es nicht, der Fisch wurde direkt am Hafen von Dalvik gegrillt

Weiter ging es über die 82 und die 76 an der sehr schönen Küste entlang bis nach Varmahlid, auf den zweiten Campingplatz dieser Reise.

Blick in meinen Camper, ein Bett, eine Kühlbox und ein Gaskocher

4. Tag (110 km): Glaumbaer - Kjölur

Morgens habe ich noch Glaumbaer besucht, ein alter Torfhof der heute ein Museum ist, es sind kleine, grasbedeckte Häuser die noch originalgetreu eingerichtet sind. Gegen eine geringe Gebühr kann man alles besichtigen (am besten früh kommen - bevor sich der Parkplatz mit Reisebussen füllt und alle in die kleinen, engen Häuser drängen).

Glaumbaer, ein kleines Freilichtmuseum

Glaumbaer, ein kleines Freilichtmuseum

Glaumbaer, ein kleines Freilichtmuseum

Glaumbaer, ein kleines Freilichtmuseum

Dann ging es die Kjölur (Kjalvegur) Route Richtung Süden bis nach Hveravellir. Das Wetter war nicht sehr gut, die Wolken hingen tief und immer wieder hat es geregnet, das ließ die so schon leer und einsam wirkende Landschaft noch eintöniger wirken. Am späten Nachmittag habe ich dann den Campingplatz Hveravellir erreicht. Es war sehr wenig los, es herrschte ein sehr starker Wind und ich war froh nicht in einem Zelt schlafen zu müssen.

Kjölur (Kjalvegur)

5. Tag (160 km): Hveravellir - Kerlingarfjöll - Gullfoss

Früh morgens hab ich das kleine Geothermalgebietes in unmittelbarer Nähe des Campingplatzes besucht. Hier finden sich einige heiße Quellen und Fumarole. Nach einem Kaffee in der Hütte ging es die 35 nach Süden bis zur Abzweigung der F347 ins Kerlingarfjöll. Der restliche Tag wurde dort verbracht, leider nur mit Warten auf besseres Wetter, Dauerregen und sehr starker Wind haben einen Besuch dieses tollen Gebietes leider weitgehend verhindert, ich habe nur eine kurz Wanderung gemacht. Als das Wetter besser wurde hatte ich nur noch Zeit für einige wenige Bilder, dann musste ich mich wieder auf den Weg machen, abends wollte ich am Gullfoss sein.

Thermalgebiet in Hveravellir

Thermalgebiet in Hveravellir

Unterwegs auf der Kjölur (Kjalvegur)

Die bunten Berge im Kerlingarfjöll

Unterwegs auf der Kjölur (Kjalvegur)

Unterwegs auf der Kjölur (Kjalvegur)

Unterwegs auf der Kjölur (Kjalvegur)

Der südliche Teil der Kjölur Strecke ist meiner Meinung nach landschaftlich deutlich schöner als der nördliche Abschnitt. Hier hat man immer wieder tolle Ausblicke auf die Gletscher. Gegen Abend habe ich dann den Gullfoss erreicht, im Cafe habe ich nach dem nächstgelegenem Campingplatz gefragt und dieser war dann auch schnell gefunden.

6. - 8. Tag (410 km): Hagavatn - Landmannalaugar - Reykjavik

Am Morgen war Zeit für einen kurzen Abstecher zum Gullfoss und dann ging es zum Gletschersee Hagavatn. Der See wird vom Langjökull gespeist und ist über die F335 mit einem 4x4 Fahrzeug erreichbar. Die Piste lässt sich gut fahren, es gibt zwei Furten, die sind aber sehr flach und stellen kein Problem da (Video der Rückfahrt).

Video "Island - Fahrt zum Gletschersee Langjökull F335"

Das letzte Stück, von der Hütte bis zum Wasserfall ist sehr steinig und unübersichtlich, vom Fuß des Wasserfalls aus sollte man zu Fuß gehen, dieses Teil der Piste ist extrem steil und mit losem Schotter bedeckt. Auch bei mäßigem Regen war der Anblick beeindruckend, bei besserem Wetter und mit genügend Zeit kann man sicher am Ufer des Sees entlangwandern bis man die Gletscherzunge erreicht.

Das Ende der F335, unweit des Gletschersees Hagavat

Kleiner Wasserfall gespeist vom Gletschersee Hagavat

Der Gletschersee Hagavat

Am frühen Nachmittag ging es über die F26 und F208 nach Landmannalaugar. Ankunft war am Abend. Nachts wurde dann der Himmel von Nordlichtern erleuchtet - ein fantastischer Anblick und die ersten Nordlichter die je gesehen habe. Schnell habe ich die Kamera aufgebaut und versucht sie einzufangen. Gar nicht so einfach, wenn es das das erste Mal ist.

Nordlichter in Landmannalaugar

Nordlichter in Landmannalaugar

Diesen Tag habe ich komplett in Landmannalaugar verbracht, ich habe eine Wanderung auf dem Sudurnamur Trail unternommen und am Abend folgte ein entspannender Besuch des Warmwasserpools. Der Sudurnamur Trail ist etwa lang und bietet einfach tolle Ausblicke auf die Landschaft von Landmannalaugar.

Ausblick bei der Wanderung über den Sudurnamur Trail in Landmannalaugar

Ausblick bei der Wanderung über den Sudurnamur Trail in Landmannalaugar

Ausblick bei der Wanderung über den Sudurnamur Trail in Landmannalaugar

Ausblick bei der Wanderung über den Sudurnamur Trail in Landmannalaugar

Am nächsten Morgen musste ich mich wieder auf den Weg machen, ein Tag war natürlich viel zu wenig für Landmannalaugar, ich muss unbedingt noch einmal zurück kommen! Die Rückfahrt Richtung Hafnarfjödur ging über die F225 (Lanndmannaleid), es gab insgesamt 3 Furten auf dieser Strecke, alle recht flach und unproblematisch.

Video "Iceland F225 Landmannaleid"

Unterwegs auf der F225

Unterwegs auf der F225

Karge Landschaft, aber auch wunderschöne moosbedeckte Hügel auf der F225.

Unterwegs auf der F225, ein Hochlandbus

Am späten Nachmittag erreichte ich den City Campingplatz von Reykjavik, den Abend musste ich mit säubern und aufräumen des Autos, sowie dem Packen meiner Sachen verbringen.

-> Im 2.Teil der Reise geht es mit dem Wohnmobil über die Ringstrasse

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