Reisebericht Island - 19 Tage unterwegs mit 4x4 Camper und Wohnmobil, Teil 2
9. -10. Tag (275 km): Hafnarfjördur - Gullfoss - Seljalandsfoss
Heute kamen der Rest unserer kleinen Reisegruppe in Island an, zwei Freunde mit denen ich nun den Rest der Reise verbrachte. Die Rückgabe des 4x4 Campers war problemlos. Das neue Wohnmobil, ein Sunlight T68 von McRent war natürlich um einiges größer und bequemer als der Pajero, aber dafür leider nicht geländegängig. Also keine F-Roads mehr, jetzt geht es über die Ringstrasse einmal um die Insel. Die Tour führte vorbei am Pingvallavatn See und bis zum Gullfoss, den wir aber erst abends erreichten. Am nächsten Morgen haben wir zuerst den Gullfoss besucht, dann ging es weiter nach Süden bis zur Ringstrasse und weiter bis zum Seljalandsfoss. Sicher einer der schönsten Wasserfälle Islands.
Unser Camper für den zweiten Teil der Reise über die Ringstrasse
Kerið, ein Kratersee im Süden Islands, ein Wanderweg führt einmal um den Krater herum
Der Seljalandsfoss im Abendlicht
Nordlichter auf dem Campingplatz in der Nähe des Gullfoss
11. - 13. Tag (290 km): Gljufrabui - Skogafoss - Vik - Jökulsarlon
Nach einem durchnässenden Besuch des Gljufrabui war das nächste Ziel der Skogarfoss.
Gljufurarfoss, in diesen engen Canyon sollte man nur mit guter Regenkleidung gehen
Der Skogarfoss, in der Mittagszeit sieht man hier bei gutem Wetter einen schönen Regenbogen
Dicht am Skogarfoss, hier wird man schon ganz gut nass
Nach einem längerem Stop an diesem tollen Wasserfall ging es weiter bis in die Gegend von Vik. Über die 218 gelangten wir zum Kirkjufjara Beach, dort hatten wir einen schönen Ausblick und gelangten auch an den Strand. Den Sonnenuntergang haben wir auf einer Anhöhe mit Blick auf die Küste und das Meer versucht mit unseren Kameras festzuhalten.
Sonnenuntergang am Strand Kirkjufjara, im Hintergrund Dyrholaey
Am nächsten Vormittag erreichen wir den Black Sand Beach, ebenfalls ein sehr schöner Strandabschnitt mit schwarzen Kies und Sand sowie einigen Basaltformationen.
Reynisdrangar, Lavasäulen vor der Küste von Vik
Ein Krebs am Black Sand Beach
Foto © Torsten Wagner
Gegen Abend trafen wir dann am Jökulsarlon Gletschersee an. Den 13.Tag unserer Reise haben wir am Jökulsarlon verbracht, eine Bootsfahrt über die Lagune unternommen und kurze Wanderungen am Ufer gemacht. Man glaubt der Gletscher ist sehr nah, in Wirklichkeit ist er aber etwa 12 km (Weg am Ufer entlang) entfernt. Nachmittags haben wir den Ice Beach besucht, er befindet sich in unmittelbarer Nähe, dort wo das Wasser der Lagune ins Meer fließt und die Eisbrocken wieder angespült werden.
Die beindruckende Gletscherlagune Jökulsarlon
Unzählige Eisformationen treiben auf dem See
In manchen glaubt man Formen zu erkennen, vielleicht ein Hund?
Immer wieder tauchen Robben auf und beobachten was die Touristen so machen
14. - 15. Tag (430 km): Myvatn
Dieser Tag gehörte ganz der Strasse, wir sind die ganze Strecke bis in den Norden zum Myvatn See gefahren. In der Nähe des Dettifoss konnten wir keinen geöffneten Campingplatz finden. Wir haben dann in Reykjahlid auf einem Platz direkt am Myvatn See übernachtet.
Auf dem nicht asphaltiertem Teil der Ringstrasse, im Osten Islands. | Foto © Torsten Wagner
Am nächsten Tag haben uns ein paar Stunden Entspannung im Myvatn Nature Bathgegönnt, ein schönes Bad das auf jeden Fall einen Besuch lohnt. Später sind wir dann einmal um den Myvatn See gefahren und haben Dimmuborgir (dunkle Burgen) besucht, ein lohnenswertes Ziel, man kann kurze Wanderungen in dem durch erstarte Lava geformten Gebiet machen. Hier leben angeblich Trolle und Elfen...
Unterwegs in Dimmuborgir
Eine Trollhöhle in Dimmuborgir - es gibt sie also wirklich…
Unterwegs in Dimmuborgir - Ein Gesicht? Ein versteinerter Troll?
Kein Troll, das bin nur ich in Dimmuborgir | Foto © Torsten Wagner
16.- 18. Tag (650 km): Dettifoss - Husavik - Godafoss
Am Morgen sind wir zum Dettifoss gefahren. Vom Parkplatz aus führen Fußwege zum Dettifoss, dem Selfoss und dem etwas weiter entfernten Hafragilsfoss. Der Dettifoss ist natürlich ein sehr beidruckender Wasserfall, Unmengen grau-bräunlich gefärbtes Wasser stürzen hier in die Tiefe. Der Hafragilsfoss liegt etwas flussabwärts nach einer kurzen Wanderung könnten wir ihn von oben sehen, leider haben wir keinen Weg hinab in den Canyon gefunden um ihn aus der nähe sehen zu können. Den Selfoss haben wir dann leider zu spät erreicht, es war schon zu dämmrig für gute Fotos, ich denke, der Wasserfall ließe sich auch besser von der anderen Seite des Ufers fotografieren.
Der Dettifoss ist der leistungsstärkste Wasserfall Europas
Dettifoss, ein beeindruckender Wasserfall | Foto © Torsten Wagner
Am frühen Abend haben wir uns auf den Weg nach Husavik gemacht. Husavik ist ein kleiner Ort im Norden von Island. Von hier aus lassen sich Whale Watching Touren unternehmen. Direkt am kleinen Hafen gibt es mehrere Anbieter. Wir entschieden uns für "North Sailing" und eine dreistündige Tour. Wir haben wieder einen Buckelwal beobachten können.
Whale watching am Hafen von Husavik
Auf Walsafari, der Rücken eines Bucklwals
Und hier noch die Schwanzfloss des Buckelwals, wir haben einige dieser majestätischen Tiere gesehen, springen wollte aber leider keiner für uns.
Am späten Nachmittag sind wir weiter gefahren bis zum Godafoss. Zum fotografieren war es schon zu spät, die Sonne war schon fast untergegangen, also übernachten wir erstmal in unmittelbarer Nähe. Den Morgen des 18. Tages haben wir, bei Sonnenschein und einem viel zu blauem Himmel, mit dem Fotografieren des Godafoss verbracht. Mittags ging es dann weiter Richtung Hafnarfjördur bzw. Keflavik wo wir am nächsten Tag unser Wohnmobil leider schon wieder abgeben mussten.
Godafoss im Norden Islands, “Dreamy Look” durch die Langzeitbelichtung
19. Tag (50 km): Reykjavik
Nachdem das Wohnmobil gesäubert war und alle Sachen gepackt waren, blieb noch Zeit für einen kurzen Ausflug nach Reykjavik. Die Zeit reichte für einen Besuch einiger Souvenir Shops und der Hallgrimskirkja. Nachmittags erfolgt die problemlose Rückgabe des Wohnmobils und dann ging es auch schon mit dem Taxi zum Flughafen.
Unterwegs noch schnell ein Islandpferd fotografiert.
Und noch ein paar Islandpferde
Am Hafen von Reykjavik, die Skulptur Sun Voyager (Sonnenfahrt) von Jón Gunnar Árnason
Hallgrimskirkja in Reykjavik
Auch hier in Reykjavik trifft man Trolle
Ein kleiner Fotoladen in den Straßen Reykjaviks
Die erste Reise durch Island ist vorbei, wir haben viel gesehen, es ist ein Land voller Naturwunder und für jeden Naturliebhaber und jeden Fotograf ein Muss! Es bleibt noch vieles mehr zu entdecken, und deshalb folgten noch viele weitere Reisen in dieses einmalige Land.